Kooperation Big Bands des OHG und der Musikschule

By 28. Dezember 2019 Geförderte Projekte

Vor wenigen Monaten wurde eine  Kooperation zwischen den Big Bands des Otto-Hahn-Gymnasiums und der städtischen Musikschule ins Leben gerufen. Die Urschelstiftung hat für dieses neu entstandene musikalische Projekt eine großzügige Unterstützung zugesagt.

Über die Entstehung und Umsetzung dieser Kooperation erhielt die Urschelstiftung einen Beitrag von den OHG-Lehrern und Bandleadern der Big Bands des OHG Ralf Brauer und Thomas Kalmbach:

Nach dem Konzert „Jazz im Winter“ im Februar 2019 mit dem erfolgreichen Profi-Altsaxophonisten Markus Harm aus Nürnberg und der Junior Big Band des Otto-Hahn-Gymnasiums entwickelte sich im Gespräch zwischen Harm und Brauer ein neuer Gedanke: Harm war bis 2005 sowohl in der OHG-Big Band und auch Schüler an der Nagolder Musikschule bei Saxophonlehrer Ralph Gundel gewesen, und: Wie wäre es, die Fähigkeiten und Kräfte von Musikschule und den aufblühenden OHG-Big Bands zu bündeln, Gundel in die Arbeit der Bands am OHG miteinzubeziehen? Wie wäre es, „das Beste beider Welten“, des OHGs und der Musikschule, zusammenzubringen, die Bandmitglieder und Ensembles besser ausbilden, um sie noch mehr für Jazz und Big Band-Musik zu begeistern? – Auch in Gundel, der an der Münchener Musikhochschule ein Jazz-Musikstudium mit Hauptfach Saxophon absolviert hat, ist sogleich die Glut entfacht: Er, selbst glänzender Solist, zudem Big Band Leiter, Dirigent und Arrangeur, begeisterter Vollblutmusiker und Pädagoge, kennt die Nagolder Verhältnisse, hat schon viele Schülerinnen und Schüler ausgebildet, die in der OHG-Band erfolgreich waren und sind. Überdies soll Klaus Ganter mitwirken, seit vielen Jahren erfolgreicher Trompetenlehrer an der Nagolder Musikschule, ferner auch erfahrener Dirigent von Schulbands sowie auch früher der Nagolder Stadtkapelle, was bei der Vielzahl der Bandmitglieder auch sinnvoll ist. Der Kreis der Unterstützer weitet sich: Musikschulleiter Florian Hummel befürwortet das Vorhaben ebenso wie die Vorsitzende des Fördervereins, Jutta Palzhoff, und auch Thomas Kalmbach, Bandleader der Senior Big Band, erkennt das Potential eines solchen Joint Ventures. – Aber wie das Ganze in die Realität umsetzen, wie das Wünschenswerte, die Arbeitszeit der Profimusiker finanzieren?!Das ermöglichen starke Partner: Die Urschelstiftung ist sofort zur Hilfe bereit und unterstützt das Projekt großzügig, wofür wir sehr dankbar sind! – Und somit gibt es seit September 2019 tatsächlich diese mustergültige Kooperation zwischen dem Otto-Hahn-Gymnasium Nagold und der Nagolder Musikschule. Das Ergebnis dieses Schulterschlusses verschiedener Institutionen kann sich sehen lassen: Zwei Deputatsstunden pro Woche probt Ralph Gundel wöchentlich mit Junior und Senior Big Band, und eine Stunde ist Klaus Ganter vor Ort.So werden die Kinder und Jugendlichen in ihrem Tun weiter bestärkt und gefördert, und somit auch die Qualität der beiden Gruppen kontinuierlich verbessert: Dies geschieht durch Satz- und Gesamtproben unter sachkundiger Anleitung der beiden versierten Coaches, denn die Arrangements sind so strukturiert, dass fünf Saxophone, vier Trompeten, vier Posaunen und die Rhythmusgruppe mit Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug „Sections“ bilden, die kleine Gruppen innerhalb der großen Gesamtformation sind; und wenn diese regelmäßig das Zusammenspiel und das Aufeinander-hören, die Artikulation und die klangliche Balance untereinander trainieren, dann ist das äußerst effizient. Zudem lernen die Bandmitglieder versiert zu improvisieren, entwickeln sich zu individuellen Persönlichkeiten, was ein Kernmerkmal des Jazz ist: Und hier kann Ralph Gundel seine Stärke voll ausspielen, denn er beherrscht dies meisterhaft und vermag dies auch an die jungen Spielerinnen und Spieler jedweden Instrumentes zu vermitteln.Diese Konstellation mit zwei Instrumentallehrern und zwei Musiklehrern des Otto-Hahn-Gymnasiums bedeutet, dass damit eine neue Zeitrechnung für die Kinder und Jugendlichen in den Bands angebrochen ist, denn bessere Bedingungen kann man sich nicht wünschen und es wird bereits jetzt ist spürbar, wie sich Ensembles und Einzelne weiterentwickeln. – Unser herzlicher Dank gilt der Urschelstiftung, ohne die dies alles nicht möglich wäre!