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Stifterforum 2026

By 15. April 2026April 29th, 2026Veranstaltungen

Zum Stifterforum hatte der Vorstand der Urschelstiftung Stifter und Stifterinnen, Freunde und Freundinnen und interessierte Bürger in ihr Bürgerzentrum eingeladen. Thomas Eisseler konnte als Sprecher des Vorstands nach seiner Begrüßung den Überblick auf das Stiftungsgeschehen im Jahr 2025 richten. Das Engagement der Nagolder Bürgerstiftung in Form von etlichen Projekten und vielen Veranstaltungen ist ungebrochen, und ist auch im 18. Jahr nach der Stiftungsgründung aus dem gesellschaftlichen Leben Nagolds nicht mehr weg zu denken.

Überaus anschaulich berichtete Ariane Sailer von fast 30 Projekten und Veranstaltungen, in denen sich die Stiftung in den Bereichen Kultur, Bildung, Altenpflege, Umwelt, Alten- und Jugendhilfe engagiert hatte.

Jochen Kawerau betonte in seinem Finanzbericht von einer weiterhin sehr positiven Spendenbereitschaft, wodurch die Finanzausstattung der Urschelstiftung recht erfreulich war und etliche wichtige Projekte unterstützt und umgesetzt werden konnten.

Der Vorstand bedankte sich explizit bei allen Spendern und Spenderinnen sowie auch der gesamten Stifterfamilie für ihre Beiträge und Leistungen, die der gesamten Nagolder Bürgerschaft in vollem Umfang zu Gute kamen.

In seiner Vorschau auf das Jahr 2026 machte Thomas Eisseler neugierig auf die kommenden Veranstaltungen. So beispielsweise das Burgfest am 4. Juni 2026, die erstmalige Ausrichtung der Wanderausstellung des Deutschen Bundestages in Nagold im Juli 2026, das Konzert im Bürgerzentrum im Rahmen der Sommermusik im Oberen Nagoldtal im August 2026, einen sehr interessanten Vortrag von Ignaz Lozo im September 2026 zum Thema „NATO-Osterweiterung – die Legende Putins vom gebrochenen Versprechen“ und natürlich die traditionelle Teilnahme am Urschelherbst im Oktober 2026.

Nach einem herzlichen Dank von Ulrich Mansfeld im Namen des Stiftungsrats an den Vorstand für die immense Arbeit des Vorstandes auch im Rechnungsjahr 2025 gab es ein Novum für die Urschelstiftung. Wolfgang Herrling wurde für sein langjähriges Engagement für Natur- und Umweltschutz in Nagold mit der Verleihung einer antiken Bronzestatue „Der dankbare Landmann“ geehrt.

Nach der Gründung der Ortsgruppe NABU Vollmaringen 1980 war Herrling 40 Jahre lang deren Vorsitzender. In unzähligen Aktionen und Einsätzen setzte sich der Geehrte für Artenvielfalt, Landschaftspflege, Streuobstwiesen, und vieles mehr ein. Höhepunkt war 2017 der Vollmaringer Weiher, ein Kleinod von Biotop auf Nagolder Gemarkung. Kinder und Jugendliche an die Themen Klimaschutz und Umweltfragen heran zu führen waren dem Geehrten ein großes Anliegen, ebenso ein konstruktives, aber auch kritisches öffentliches Wirken für die Nagolder Bürgerschaft. Herrling bedankte sich für die Auszeichnung und mahnte gleichzeitig, in den Bemühungen um Klima- und Umweltschutz auch in kritischen Zeiten nicht nachzulassen.

Kevin Mack als Städtischer Beauftragter für Klimaschutz und ÖPNV stellte anschließend sehr anschaulich in seinem Vortrag „Nagold 2040 – Der Weg zur klimaneutralen Stadt“ die bereits umgesetzten, derzeit in der Umsetzung befindlichen und geplanten Maßnahmen der Stadt vor, um dieses vom Gemeinderat beschlossene Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 zu erreichen. So konnten bereits erhebliche Emissionsreduzierungen realisiert werden. Breiten Raum nahmen in den Ausführungen auch die im Kleb begonnenen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bau eines sogenannten Dükers ein, der das alte elektrisch betriebene Pumpwerk ersetzen wird. Im Rahmen dieser Bauarbeiten investiert die Stadt erhebliche Mittel in die technisch sehr anspruchsvolle Errichtung einer Wärmezentrale und eines Wärmenetzes durch die Nutzung von Abwasser- und Grundwasserwärme. Diese Energie soll künftig überwiegend von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen genutzt werden können. Abschließend stellte Eugen Vorbeck die Arbeit des Nagolder Forums für Klima, Umwelt und Mobilität (FOKUM) vor. Im Rahmen dieses Bürgerforums setzen sich die angegliederten Arbeitskreise sehr intensiv für unterschiedlichste Naturschutzprojekte ein. Dabei wird die sehr gute Vernetzung mit anderen Organisationen und Verbänden angestrebt, was auch ein großes Anliegen der Urschelstiftung ist.

Mit einem kleinen, von Schülerinnen und Schülern der Burgschule Nagold vorbereiteten Imbiss und lebhaften Gesprächen klang das Stifterforum aus.